2. Runde Stadtpokal Chemnitz: eine Auswärtsfahrt, die keiner braucht oder Schildbürgerei in der Chemnitzer Stadtliga – SV Alfred Friedrich 1 – Netzkante 1 2:0 (25:xx, 25:xx)

Am gestrigen Freitag mussten wir nach Hartha reisen um in der 2. Pokalrunde des Chemnitzer Stadtpokals gegen Alfred Friedrich das Duell um das Halbfinalticket auszutragen.

Nach Einsehen der Pokalansetzung glaubten wir an einen schlechten Scherz, eine Partie des Chemnitzer Stadtpokals zwischen 2 Chemnitzer Teams im 40 Kilometer entfernten Hartha austragen zu lassen. Aber es war kein Scherz – also machten wir uns auf dem Weg. Fast eine Stunde Fahrtzeit, die Halle dann auch noch etwas versteckt und nicht sofort gefunden – das ging ja gut los… Fabian war verletzungsbedingt und René privat verhindert nicht mit dabei, somit waren wir nur 7 Leute, dazu noch 3-4 Spieler krankheitsbedingt angeschlagen – keine allzu guten Voraussetzungen für unser Spiel.

Mit etwas Verspätung kamen wir in der Halle an. Gleich wurden Erinnerungen an die 1. Pokalrunde wach – von 4 Heizungen in der Halle funktionierte genau eine – die Temperaturen einiges unter der Wohlfühlmarke für Volleyball. Zuerst durften das Duell zwischen den heimischen Gerthanern und Alfred Friedrich pfeifen. Alfred Friedrich rotierte komplett durch und hatte in anscheinend ungewohnter Aufstellung mehr Probleme als angenommen. Letztendlich konnte sich das Team aus der 1. Stadtliga dann doch in 2 Sätzen durchsetzen.

Für uns stand das Erfahrung sammeln für nächstes Jahr im Vordergrund, wenn sich die Chance auf ein Weiterkommen bieten sollte, wollten wir da sein. Andreas blieb zunächst draußen und dann ging es schon los.

Die ersten Punkte waren sehr hektisch – der Schiedsrichter pfiff nach Zuruf der Gegner 2 Punkte weg und wir waren gleich ein paar Punkte hinten. Im Spiel hatten wir immer wieder Probleme mit dem enorm druckvollen Spiel von Alfred Friedrich. Bereits vom Aufschlag weg wurden wir stark unter Druck gesetzt und konnten nur selten unser variables Spiel ausziehen. Im Block bekamen wir keinen Ball zu fassen und auch die eigenen Aufschläge zeigten nur wenig Wirkung beim Gegner. Kurz vor Ende des Satzes lagen wir mit 10 Punkten hinten. Anschließend konnten wir zumindest noch 1-2 Nadelstiche setzen, am deutlichen Satzgewinn für Alfred Friedrich änderte das nix.

Im zweiten Satz blieb personell alles beim Alten. Bis zur Mitte des Satzes gab es ein Spiel auf Augenhöhe – wir waren drin im Spiel, lagen teilweise sogar knapp in Führung. Im Angriff hatten wir einige starke Aktionen, doch der Gegner stand mit etwas Glück, sicher aber auch Können sehr häufig in der Feldabwehr richtig und konnte viele Angriffe entschärfen. Dann gerieten wir in der Annahme wieder zusehends unter Druck, der Block war nach wie vor nicht wirklich vorhanden und wir mussten abreisen lassen. Bei einer unglücklichen Aktion stießen Franzie und Dani zusammen – Franzie musste raus und Allrounder Andreas kam rein. Wir fanden aber nicht zurück ins Spiel und so ging auch der zweite Satz weg und der Sieg absolut verdient an Friedrich.

Nach vielen erfolgreichen Spielen in der Liga haben wir in diesem Spiel einen kleinen Vorgeschmack bekommen, welcher Niveauunterschied zwischen 1. und 2. Stadtliga auf uns wartet. Im Nachhinein betrachtet bringt uns das Spiel sicher weiter, weil es unsere Schwächen doch recht schonungslos zu Tage gebracht hat und wir wissen, wo es klemmt.

Das es „in der Provinz“ (Aussagen der Gastgeber) keine Duschen gab und man die ohnehin schon lästige, lange Rückreise verschwitzt antreten musste, passte ins Bild und rundete den Abend ab.

Für Netzkante waren dabei: Andreas, Dani, Franzie, Matze, Ralf, Seb & Sven

Vielen Dank an Jörg für die Unterstützung vom Spielfeldrand.

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